Hundesport Dreyländeregg

Bättwil

 
 
 
Der Verein

 

 

Zweck und Ziel des Vereins

Der Hundesport Dreyländeregg stellt sich zur Aufgabe:

  • Unterstützung der Bestrebungen der SKG
  • Durchführung von Erziehungs- und Ausbildungskursen
  • Erfahrungsaustausch und Beratung bei der Ausbildung von Hunden
  • Beratung bei der Wahl und beim Kauf von Hunden
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen
  • Durchführung von kynologischen Wettkämpfen und Veranstaltungen
  • Interessenvertretung gegenüber den Behörden
  • Förderung freundschaftlicher Beziehungen unter den Mitgliedern und Pflege der Geselligkeit



Hundesport Dreyländeregg - Geschichte und Entwicklung

Im Februar 1996 beschlossen rund 12 aktive Hündeler aus dem Leimental einen eigenen Hundesportverein zu gründen, nicht weil es in der Region Basel zu wenig solcher
Vereine gebe, nein sondern um die eigene Idee der Trainingsgestaltung auf der Basis neuster Erkenntnisse zu verwirklichen. Am 13. März 1996 erfolgte die, von 20 Teilnehmern besuchte, Vereinsgründung im Restaurant Post in Oberwil. 19 ,der 20 Anwesenden, gründeten einen Verein unter dem Namen „Hundesport Dreyländeregg" und beschlossen die zur Aufnahme in die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) nötigen Voraussetzungen zu schaffen. Der 09. April 1996 war der Abend des ersten gemeinsamen Training auf dem alten Sportplatz der Gemeinde Bättwil. Die Geräte mussten wegen der Zugänglichkeit des Platzes geschultert auf den Platz getragen werden.
Das Training wurde von 15 Teilnehmern besucht. Nach drei Statutensitzungen und zwei Budgetsitzungen erfolgte am 10. Mai 1996 die konstituierende Generalversammlung im Restaurant Rössli in Oberwil mit der Anwesenheit von schon 33 eingeschriebenen Mitgliedern. Der erste Vorstand wurde gewählt und am 14. Mai 1996 wurde der SKG das Aufnahmegesuch zugestellt. Als gewolltes Kuriosum wurde auch unserem Wunsch entsprochen, drei Generalversammlungen pro Jahr durchzuführen weil bei uns die neuen Mitglieder nicht wie üblich durch den Vorstand sondern durch die Mitglieder aufgenommen werden. Am 12. August 1996 erfolgte die Aufnahme durch die SKG und im Fachorgan „Hunde" wurde der Hundesport Dreyländeregg am 06. September 1996 publiziert. Die erste Prüfung konnte am 07. Dezember 1996 durchgeführt werden. Am 18. März 1997 erfolgte die Aufnahme in die IG der kynologischen Vereine von Basel und Umgebung, die erste Teilnahme am IG Mehrkampf war am 10. Mai des gleichen Jahres mit 7 Startenden sowie an der IG Prüfung vom 15. November mit dem erstmaligen Gewinn des Gruppenpreise für den ersten Rang. Das Training auf dem alten Sportplatz war nur ein Provisorium. Unseren neuen grossen Trainingsplatz konnten wir nach vielen Fronarbeitsstunden am 07. Juni 1997 einweihen. Leider musste der Platz wegen Parkplatzproblemen der vermietenden Firma anno 2000 verkleinert werden. Nicht nur das Training steht im Vordergrund, auch das Kurswesen wurde kontinuierlich ausgebaut. Seit 1997 werden regelmässig pro Jahr zwei Erziehungskurse sowie permanent Welpen- und Junghundekurse durchgeführt. Unser neustes Kind ist der Basiskurs, welcher einem Neueinsteiger in das prüfungsmässige Arbeiten mit dem Hund, den Einstieg erleichtern soll. Neben den diversen kynologischen Aktivitäten darf auch der gesellschaftliche Aspekt nicht fehlen. Sei dies bei einem Hock nach dem Training beim Plauschparcours oder einem spontanen Anlass. Kontinuierlich wuchs der Verein. Waren es an der ersten Generalversammlung noch 33 Mitglieder sind es heute trotz den normalen Fluktuationen schon 50 Dreyländereggler.

Alles hat ein Ende.........

Natürlich gilt das nicht für den Hundesport Dreyländeregg (HS DLE) und dennoch sollte der bekannte Liedertext von Stephan Remmler auch innerhalb unseres Hundesportes seine Richtigkeit behalten.

An der letzten Mitgliederversammlung des HS DLE beschlossen die anwesenden Mitglieder einstimmig, auf den Vorschlag des Vorstandes einzugehen und unseren Übungsplatz in Bättwil aufzugeben. Es ist uns nicht einfach gefallen diesen Entscheid zu treffen. Viele unvergessliche Erinnerungen an unzählige Ereignisse auf unseren Platz sind noch in unseren Köpfen vorhanden und beim Gedanken, diesen Platz nun einfach aufzugeben, kommt bei dem einen oder anderen sicherlich ein beklemmendes Gefühl auf.
Doch Hand aufs Herz, was bringt unserem Verein ein Platz, welcher vom Platzwart und einigen wenigen Mitgliedern in Schuss gehalten wird, seitens der Vereinsmitglieder jedoch nicht das geringste Interesse mehr daran besteht ein Training durchzuführen oder an einem sonstigen Anlässe auf dem Platz teilzunehmen. Wozu brauchen wir einen geheizten, modern eingerichteten Wohncontainer, eine vollumfängliche Platzbeleuchtung und einen wunderschönen Wimbledon-Rasen, wenn keine unserer Mitglieder auf diesem Platz trainieren wollen?

Am 13. März 2016 feiern wir den 20. Geburtstag unseres Hundesports Dreyländeregg. Grund genug, einmal kurz innezuhalten, die Vergangenheit revuepassieren zu lassen und uns Gedanken über die Zukunft zu machen.
Einige wenige Mitglieder mögen sich sicherlich daran erinnern, wie wir uns im Gründungsjahr 1996 dazu entschlossen, einen eigenen Hundesport zu gründen um unserem Hobby, dem artgerechten „Hündele“ zu frönen. 20 äusserst aktive Aktivmitglieder zählte der Verein damals bei seiner Gründung und es war nie unser Ziel, einer der grossen Vereine zu werden, in welchen sich die einzelnen Mitglieder nicht persönlich kennen. Qualität vor Quantität war unser Erfolgsrezept und so dauerte es auch nicht lange, bis sich die ersten sportlichen Erfolge unserer Hündelerteams einstellten. Innert kürzester Zeit errang der Hundesport Dreyländeregg in der ganzen Region einen ausgezeichneten Ruf. Es war denn auch die Zeit, in welcher sich alle anderen Prüfungsteilnehmer mit den hinteren Plätzen begnügen mussten, wenn die Teams des HS DLE auf dem Platz erschienen. Es war wahrlich eine erfolgreiche Zeit. Dieser Erfolg war jedoch kein Zufall, sondern das Resultat eines konsequenten und kontinuierlichen Trainings. 15-20 aktive Hündeler-Teams, welche mit vollem Enthusiasmus und grossem Ehrgeiz ans Werk gingen waren damals keine Seltenheit. Dank unserem engagierten Trainerteam und unserem eigenen Hundesportplatz, welchen wir seit 1997 in Bättwil bewirtschaften, boten sich unseren Mitgliedern alle erdenklichen Möglichkeiten.
Speziell am HS DLE ist und war auch die Tatsache, dass wir neben der ordentlichen Generalversammlung zusätzlich noch zwei Mitgliederversammlungen pro Jahr durchführen. Dies, damit sich alle Mitglieder einbringen konnten, denn wir vertreten klar die Meinung, dass der Hundesport Dreyländeregg den Mitgliedern gehört und nicht der Vorstand das Sagen hat.
So entwickelte sich unser Verein prächtig und zählte zu seinen Blütezeiten bis zu 65 Mitglieder.
Neben dem sportlichen Ehrgeiz legten wir immer auch einen grossen Wert auf das Gesellschaftliche. Unzählige Anlässe wurden organisiert und von einer Vielzahl der Mitglieder regelmässig besucht. Unvergesslich sind beispielsweise die Wochenenden im Genossenschaftshaus in Bollement, inmitten eines grossräumigen Naturschutzgebietes in den Franches Montagnes im Kanton Jura. Dieses Haus lässt das alte Haus von Rocky Docky, so richtig neu aussehen. Mit seinen balcuns tort (das ist rätoromanisch) und der auch sonst äusserst asymmetrischen Architektur. Aber es war genau der richtige Aufenthaltsort für uns und die unterhaltsamen Abende, welche bis tief in die Nacht im Kreise der ganzen Familien lautstark verbracht wurden und für welche sich dann, einzig eine Frühaufsteherin mit einem harmonischen Morgenkonzert, in Form zusammenschlagender Pfannendeckel, bedankte. Wenn ich mich recht erinnere, so hiess das abendfüllende Spiel „Ellkuhlin“, ein Spiel, dass keiner kannte und von dem niemand wusste wie es ging, aber dennoch spielten alle mit.
Oder da war noch diese Geschichte mit der fantastischen Abkürzung der Wandergruppe „Dittinger Airport“, welche eine der zahlreichen Höhenlinien mit einem Spazierweg verwechselte und dabei als „freeclimber“ und „Büschehüpfer“ einige einmalige und verdrängungswürdige Überraschungen im DDC (Abkürzung für Dittinger-Dschungelcamp) erleben durfte. Die anschliessende „Würdigung“ des Dschungelkönigs, resp. unseres Reiseleiters verlief dann auch nicht unter dem Motto „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“, sondern „Ich bin ein Depp – schickt mich nach Haus“.
Unvergessen, zumindest für einige Bemitleidenswerte, ist sicher auch der hinterhältige, wenn auch taktisch brillante Angriff einer Staffel der gefürchteten ASS-Kampfwespen auf die „engbejeansten“ Hintern einiger Mitgliederinnen, welche sich zu später Stunde entschlossen das Zuhause der Erdwespen auszuräuchern und sich zu diesem Zwecke auf den Hundesportplatz begaben, in der irrigen Annahme, dass Wespen nachts schlafen. Ein plötzlich auftretendes Summen im Rücken und einige äusserst schmerzhafte Stiche in die Allerwertesten überzeugten die nächtlichen Kammerjäger innert kürzester Zeit, dass es sich bei der Annahme, betreffend dem Schlafverhalten dieser Tiere, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um ein Irrtum handelte.
Nicht minder witzig (auch wenn ich persönlich es gar nicht lustig fand) ging es an den Arbeitstagen zu. An dieser Stelle nur eine kurze Episode. Eines unserer Gründungsmitglieder wuchs an diesem Tag völlig über sich hinaus, denn er wurde nach der Mittagspause plötzlich zum Liebling aller Rüden auf dem Platz. Sie umschwärmten und umgarnten ihn als sei er Miss Hotdog persönlich. Der Glückliche genoss diese Zuneigung sichtlich und erklärte allen anderen anwesenden Mitgliedern, welche das Schauspiel mit einem unerklärlich breiten Grinsen beobachteten, weshalb gerade er so beliebt ist bei den Hunden und sie eben alle seine Freunde sind. Aber den ganzen, aus kynologischer Sicht, noch so verständlichen Erklärungen zum Trotz, legte sich das Grinsen der Anwesenden nicht, sondern artete in ein schallendes Gelächter aus. Woher sollte der Betroffene denn auch wissen, dass während der Pause eine läufige Hündin an seine bereitgestellten Stiefel pinkelte und sich die Rüden in keiner Weise um ihn scherten, sondern hoffnungslos in seine Stiefel verliebten waren.
Legendär waren auch unsere Plauschparcours, welche wir alle zwei Jahre durchführten und deren Gabentische bis heute schweizweit nicht getoppt werden konnte. Alle Mitglieder arbeiteten bei diesen Anlässen Hand in Hand. Für jeden war es eine Selbstverständlichkeit als Helfer mit dabei zu sein und alle freuten sich auf das anschliessende gemeinsame und sehr arbeits- und zeitintensive Zusammenräumen sowie das noch zeitintensivere gemütliche Zusammensitzen.
Das 10-jährige Jubiläum des Hundesport Dreyländeregg war ein weiteres Erlebnis, welches in die Vereinsgeschichte einging. Unsere Präsidentin führte uns wie üblich nicht aufs Glatteis, sondern auf dasselbe Element in einem anderen Aggregatszustand. Nein, nicht in ein Dampfbad, Wellness ist ihr privates Hobby, welches sie zusammen mit ihrem Göttergatten betreibt. Wir gingen aufs Wasser in seiner flüssigen Form. An der Mittleren Rheinbrücke erwarteten uns zwei „Rhytaxi-Boote“ und wir vergnügen uns bei einer gemütlichen Stadtbesichtigung auf dem Rhein. Die Gemütlichkeit dieser Fahrt wurde allerdings des Öftern durch die zahlreich herum fliegenden Prosecco-Korken unterbrochen, denn einigen unserer Mitglieder verwechselten sich schon bald einmal mit Jack Sparrow oder Johnny Depp. So benutzten sie die Prosecco-Flaschen als Schiffsgeschütze für ihr Spiel „Pirates of the Caribbean“, wohlwissend, dass eine geöffnete Flasche nicht wieder geschlossen werden kann und somit ausgetrunken werden musste. Schlussendlich legten unsere beiden Boote beim Restaurant Dreyländeregg an und wir konnten alle, nicht sicheren Schrittes, aber zumindest erhobenen Hauptes die Boote verlassen. Im Restaurant Dreyländeregg feierte der Hundesport Dreyländeregg nun sein 10-jähriges Jubiläum mit einem rauschenden Fest und wir genossen ein herrliches Geburtstagsmahl. Wann und wie schlussendlich alle heimgekommen sind entzieht sich meiner Kenntnis, aber beim nächsten Training, welches bereits drei Tage später stattfand, waren praktisch alle wieder anwesend.

Doch die Zeiten ändern sich und somit auch die Bedürfnisse. Der Verein ist offensichtlich eine Rechtsform, welche in der heutigen Konsumgesellschaft immer weniger Akzeptanz findet. Es liegt nicht an mir zu beurteilen, ob dies eine gute oder schlecht Entwicklung ist. Tatsache ist, dass auch in unserem Hundesport immer weniger Mitglieder Lust und Zeit für das Vereinsleben aufbringen. Sei es für das Training oder wenn es drum geht an einem Arbeitstag mit anzupacken und unseren Trainingsplatz wieder auf Vordermann zu bringen. Aus diesem Grunde bringt unserem Verein der eigene Platz gar nichts, ausser jeder Menge sinnloser Instandhaltungsarbeit und unnötiger Mietkosten.
Natürlich könnten wir nun Trübsal blasend und auf die Vergangenheit zurückschauen und uns immer wieder fragen, was wohl aus der guten alten Zeit geworden ist. Doch da die guten alten Zeiten von morgen, bekanntlich heute Realität sind, haben wir uns den neuen Gegebenheiten angepasst und an der letzten Mitgliederversammlung des HS DLE einstimmig beschlossen unseren Übungsplatz in Bättwil aufzugeben.
Der Verein Hundesport Dreyländeregg wird natürlich weiterhin bestehen bleiben. Wir werden unsere Aktivitäten vorläufig jedoch auf einige wenige Anlässe beschränken, wie gemeinsame Wandertage oder Wochenenden, das gemeinsame Absolvieren externer Ausbildungsangebote und Kurse, dann aber auch die geselligen Treffen anlässlich unserer jährlichen Generalversammlung oder am traditionellen Weihnachtsessen des Hundesports Dreyländeregg.

An dieser Stelle möchte ich nun einen grossen Dank aussprechen. Dieser Dank gebührt dem Vorstand unseres Hundesports Dreyländeregg, welcher sich in unermüdlicher Art und Weise für alle Belange unseres Vereins einsetzt. Namentlich sind dies Nadia (Technische Leiterin), Andrea (Aktuarin), Riccardo (Platzwart), Roland (Kassier und sorry für das Eigenlob). Geführt und immer wieder motiviert wird dieser Vorstand seit rund 12 Jahren durch unsere allseits beliebte Präsidentin Elwira. Als eines der wenigen noch aktiven Gründungsmitglieder, ist sie bereits seit der Gründung unseres Vereins ein aktives Mitglied im Vorstand.
Weiter bedanken wir uns bei allen aktiven und ehemaligen Hündelerteams für ihre konsequente Arbeit, die tollen Erfolge und die vielen gemeinsamen Stunden, welche wir in den letzten 20 Jahren miteinander erleben durften. Wir können alle mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken und guten Mutes in das Lied einstimmen „alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei…..“.

Apropos Ende. Leider endet hier auch die traditionsreiche Geschichte des „Dreyländeregg-Blettli“ und somit haltet ihr die letzte Ausgabe unseres Vereinsorgans in euren Händen. Ihr braucht eine allfällige Träne nicht zurückzuhalten, denn wir verwenden für den Druck des „Dreyländeregg-Blettli“ seit geraumer Zeit eine wasserfeste Tinte. Wir danken allen erfolgreichen Redaktoren für ihre grossartige Arbeit und unseren Sponsoren für die grosszügige Unterstützung unseres Vereins. Ein Dankeschön geht auch an die „unzähligen“ Schreiberlinge, welche mit ihren Artikeln und Berichten das Blettli immer wieder belebten und zu einer der beliebtesten Unterhaltungsbroschüren in der Region machten.

Wir wünschen dem Hundesport Dreyländeregg für seine Zukunft alles Gute und wer weiss, vielleicht ……. Aber das ist eine andere Geschichte.


Roland Schneitter